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Das gKU Abwasserdienstleistung startet auf der PolePosition Regierungspräsident Haselbeck übergibt Zuwendungsbescheid für Interkommunale Zusammenarbeit; „Lobstunde“ von Prof. Dr. Günthert

Das gKU Abwasserdienstleistung startet auf der PolePosition Regierungspräsident Haselbeck übergibt Zuwendungsbescheid für Interkommunale Zusammenarbeit; „Lobstunde“ von Prof. Dr. Günthert

Regierungspräsident Rainer Haselbeck besuchte diese Woche das neu gegründete gKU Abwasserdienstleistung Donau-Wald. Mit im Gepäck ein Zuwendungsbescheid in Höhe von 50.000 Euro für die Gründung dieser interkommunalen Zusammenarbeit.
Als Ehrengast konnte auch Herr Prof. Dr. Günthert, Vorsitzender des Landesverbands Bayern der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall begrüßt werden.

Bürgermeister Waas, der zugleich auch Vorsitzender des Verwaltungsrats ist, berichtete vom bisherigen Werdegang und den Entstehungsprozess. Von der Idee und aus Gesprächen heraus, wie die Leitungsnetze so lang wie möglich erhalten und funktionsfähig gehalten werden können und damit langfristig Kosten eingespart werden bis zur Unternehmensgründung und Umsetzung der Zusammenarbeit vergingen einige Monate. Grundlage dafür ist die Eigenüberwachungsverordnung des Freistaates Bayern, die die Kommunen bzw. Abwasserbetreiber auffordert, in gewissen Zeitabständen ihre Kanalnetze zu überprüfen.
Dabei geht es vor allem darum, den Wert und die Funktionsfähigkeit in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten, Schäden frühzeitig zu erkennen und so mit geringen Mitteln die Instandsetzung veranlassen zu können. Schließlich geht es neben dem Erhalt des Vermögenswertes „Kanalnetz“, der eines der teuersten Infrastruktureinrichtungen der Kommunen darstellt auch um Umwelt- und Klimaschutz. Ein intaktes Kanalnetz sorgt für Boden- und Grundwasserreinhaltung aber auch für Energiekosteneinsparungen.

Ursprünglich wurden mit 5 Kommunen Gespräche geführt, wie man diese Aufgabe am effektivsten bewältigen kann. Aus der daran entstandenen Konzeption fanden im Laufe der Zeit immer mehr Kommunen Interesse daran, sich dieser Aufgabe zu stellen und mitzuarbeiten.
Verwaltungsratsvorsitzender Waas dankte dabei allen beteiligten Akteuren, die den Entwicklungs- und Gründungsprozess konstruktiv begleitet haben. Allen voran der Bayerische Gemeindetag in München, das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf, die Kommunalaufsicht im Landratsamt Straubing-Bogen und Deggendorf sowie dem Kommunalunternehmen Niederwinkling, dass die Unternehmensgründung und den Start mit vorbereitet hat. Ein großer Dank gebührt auch den beteiligten Kommunen mit den Gemeindeverwaltungen und Gemeinderäten, die sich hier mit auf den Weg gemacht haben, miteinander diesen Weg einzuschlagen.

Vorstand Hans Buchmeier erläuterte anschließend den technischen Betrieb und die wichtigsten Daten, und die sind bemerkenswert. Das neue gKU Abwasserdienstleistung ist nun auch verantwortlich für über 650 km Entwässerungsleitungen, rund 90 Regenrückehalte- und Überlaufbecken in einem Gebiet, in dem ca. 48.000 Menschen leben.
In der Aufzählung der Aufgaben und Tätigkeitsfelder sticht neben dem Erhalt der Abwasseranlagen und dem Umweltschutzgedanken auch die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für dieses Spektrum heraus.

Alle wissen was sie tun müssen, damit frisches und sauberes Trinkwasser aus der Leitung kommt und anschließend auch wieder abfließt. Das ist in Bayern eine Selbstverständlichkeit. Über das aufwendige System dahinter wird im Rahmen von verschiedenen Formen der Öffentlichkeitsarbeit die Bevölkerung und insbesondere die Kinder und Jugendlichen informiert.

Diesen Punkt griff Regierungspräsident Rainer Haselbeck anschließend gleich auf und verknüpfte seinen Dank und große Anerkennung, dass man sich hier dieser wichtigen Aufgabe und Lebensgrundlage annimmt.
Dabei ist es eigentlich eine Pflichtaufgabe, dass sich die Kommunen um ihre Leitungen kümmern und damit auch verantwortungsvoll mit der Umwelt umgehen. Gerade als Fan der kommunalen Selbstverwaltung, so Haselbeck, müssen und können solche komplexe Aufgaben nur gemeinsam angegangen werden.
Großes Kompliment bescheinigte er den beteiligten Gemeinden und Bürgermeister/in, dass sie sich der Verantwortung in einer so vorbildhaften Weise angenommen haben.
Die Kommunen stehen ständig unter Herausforderungen und Problemen, die es zu bewältigen gibt. Dies wird auch bei der Umsetzung dieser Aufgaben vorkommen. Verglichen aber mit einem Wettkampf bzw. einem Rennen, wo es mitentscheidend ist, an welcher Position man startet, steht das gKU nach Einschätzung des Regierungspräsidenten auf einen der vordersten Startplätze.

Mit der Übergabe des Zuwendungsbescheides für Interkommunale Zusammenarbeit in Höhe von 50.000 Euro drückte Regierungspräsident Rainer Haselbeck seine Anerkennung aus und wünschte dem gKU auch weiterhin viel Erfolg.
Verwaltungsratsvorsitzender Waas bedankte sich bei der Entgegennahme des Bescheides für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem zuständigen Sachgebiet in der Regierung von Niederbayern und der schnellen Bearbeitung des Förderantrages im Rekordtempo. „Die Regierung von Niederbayern ist in der bayerischen Ämterhierarchie betrachtet eine Mittelbehörde zwischen Staat und Kommunen aber in der fachkundigen Beratung und Unterstützung eine „Spitzenbehörde“.

Bestätigt wurde dieses hervorragende Leistung von 17 Kommunen abschließend von Prof. Dr. Wolfgang Günthert, Vorsitzender des DWA Landesverbandes Bayern, der die Einladung nach Niederwinkling sehr gerne angenommen hat. Den anwesenden Verwaltungsräten bescheinigte er eine hervorragende Entscheidung getroffen zu haben. Nicht nur bei der Umsetzung der Unternehmensgründung sondern auch bei der Auswahl des Vorstandes. Er kenne Herrn Buchmeier schon über Jahrzehnte und er kann mit voller Überzeugung sagen, dass er das gKU mit seiner Praxiserfahrung und Innovation erfolgreich in die Zukunft führen wird.
Viele wüssten gar nicht, welche Werte im Boden liegen, so Prof. Dr. Günthert, geschweige dessen Zustand ist. Deshalb kann dieses Engagement gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Es wird was kosten, so Prof. Dr. Günthert, diese Inspektionen mit all den notwendigen Aufgaben dazu durchzuführen. Aber mit dem gKU im Rahmen der Zusammenarbeit wird dies sicherlich in effektiver und ökonomischer Weise sehr gut gelingen.
Insbesondere die „Starkregenereignisse“, ein drängendes Thema dieser Zeit, spricht er mahnend an. Er empfiehlt, dass sich das gKU dieser Aufgabe annimmt. In seinem Statement gibt er den Verwaltungsräten wertvolle Tipps mit auf dem Weg und sichert den Verantwortlichen des gkU seine Zusammenarbeit und Unterstützung zu. Es sei ihm eine Herzensangelegenheit, diesen Weg mit begleiten zu dürfen.
Bürgermeister Waas bedankte sich für die sehr informative Lehrstunde bei Herrn Prof. Dr. Günthert, dessen Worte man in die Tat umsetzen möchte. Prof. Dr. Günthert korrigierte dahingehend, dass es sich um keine Lehrstunde sondern um eine Lobstunde gehandelt hat.

Das gKU Abwasserdienstleistung startet auf der PolePosition Regierungspräsident Haselbeck übergibt Zuwendungsbescheid für Interkommunale Zusammenarbeit; „Lobstunde“ von Prof. Dr. Günthert

Autor: admin, veröffentlicht am: 16.11.2021