Bericht über den öffentlichen Teil der 60. Gemeinderatssitzung

- Entlastungskanäle sollen Aufroth schützen -
Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag haben weitere Vergaben von Gewerken für die Sanierung der Grundschule die Zustimmung im Gemeinderat gefunden. Im Gemeindeteil Aufroth bedarf es weiterer Maßnahmen zum Schutz vor einer Überflutung in der Ortschaft.
Mit der Bekanntgabe der Zahlen für die Jahresrechnung der Gemeinde 2024 eröffnete Bürgermeister Matthias Fischer die Sitzung. So lauteten das Gesamtergebnis in den Einnahmen und Ausgaben für den Haushalt des letzten Jahres über 21 Millionen mit einer Zuführung zum Vermögenshaushalt von über 1,6 Millionen. Mit der Entnahme aus den Rücklagen zum Abgleich des Haushaltes ergab sich als Ergebnis eine finanzielles Defizit über 1,3 Millionen und abschließend folgte die Feststellung der Jahresrechnung im Gemeinderat. Die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2024 durch die Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses erfolgte eine Woche vor dieser Gemeinderatssitzung. Über den Ablauf der Prüfung , bei der auch Kämmerer Manfred Reisinger dem Rechnungsprüfungsausschuss zuarbeitete, berichtete bei der Sitzung Gemeinderat Christoph Becker und als Besonderheit wusste er von den Schwierigkeiten mit der Technik an einem Prüfungstag zu berichten. Vom Rechnungsprüfungsausschuss kam deshalb der Vorschlag, der Gemeinde und auch dem Bürgermeister als Leiter der Verwaltung Entlastung zu erteilen, die dann auch einstimmig erfolgte.
In der Tagesordnung folgte jetzt die Vergabe weiterer Gewerke für Generalsanierung der Grundschule. Zustimmung fand dabei das Angebot einer Schreinerei aus Außernzell für die Ausführung der Schreinerarbeiten und die Lieferung der Innentüren, die mit den Angeboten für diese Gewerke unter der vorgegebenen Kostenschätzung blieb. Bei der Ausschreibung für die Lieferung der Büro- und Verwaltungsmöbel kam das günstigste Angebot mit über 100.000 Euro von einem Straubinger Fachbetrieb, der sich damit den Zuschlag sicherte. Bei dem Beginn der Planungen für die Generalsanierung der Grundschule hat man sich bei der Gemeinde für die Einrichtung einer Bücherei im ehemaligen Verwaltungstrakt des Schulgebäudes entschieden. Um hier die richtigen Entscheidungen zu treffen steht die Gemeinde in engem Kontakt mit der Landesfachstelle Regensburg, von der auch die Einholung der Angebote für die Bibliothekssoftware übernommen wurde. Bei der Vergabe für diese spezielle Software folgte die Gemeinde der Empfehlung der Landesfachstelle, die ihre Empfehlung begründete. Die Anschaffung wird mit einem Zuschuss gefördert. Bei der Anschaffung der RFID Technik, diese betrifft unter anderem die Benutzerausweise, Sicherungsgates sowie Transponder-Etiketten für die Bücherei, gab es ebenfalls Unterstützung von der Landesfachstelle bei Ausschreibung. Den Zuschlag erhielt mit einem vorliegenden Bruttoangebot von knapp über 20.000 Euro eine Firma aus Reutlingen. Ergänzend zu diesen Vergaben steuerte Bürgermeister Fischer Informationen über die Zutritts- und Ausleihmöglichkeiten sowie zur Anschaffung der Bücher, keinesfalls Ladenhüte, bei.
In der Münsterer Straße gab es längere Zeit Verkehrseinschränkungen wegen Ausbesserungsarbeiten an der zentralen Wasserversorgung. Nach Abschluss der Arbeiten soll jetzt eine komplette Teerung auf dem Straßenabschnitt erfolgen und bei den Kosten erfolgt eine Aufteilung zwischen der Gemeinde und dem Wasserzweckverband. Mit den Teerarbeiten wurde eine in der Gemeinde ansässige Firma beauftragt.
Mit dem Millionenprojekt Regenrückhaltebecken glaubten wohl viele die Überflutungsgefahr für die Ortschaft Aufroth für immer gebannt zu haben. Zwei zwischenzeitlich erfolgte Überflutungen von Teilbereichen der Ortschaft haben zu der Erkenntnis geführt, dass weitere kostspielige Maßnahmen, wie der Bau eines Regenwasserentlastungskanals notwendig sind. Für die Planung und Abwicklung dieser Maßnahme wurde ein Planungsbüro aus Straubing beauftrag. Erfolg hatte ein Gewerbebetrieb in Pillnach mit seinem Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes für die Errichtung einer Zaunanlage und einer Stützmauer auf dem Betriebsgrundstück.
Berichterstatter Johann Groß